Was eine Kfz-Versicherung beinhalten sollte
2012-01-24 13:27 von admin
Jeder, der in Deutschland ein Auto anmeldet, braucht zwingend eine Kfz-Versicherung. Doch vorgeschrieben ist nur die Haftpflicht, es gibt jedoch einige weitere Bestandteile, die je nach Alter und Zustand des Autos sehr sinnvoll sein können.
Die Kfz-Versicherung besteht nicht nur aus der Haftpflicht
Jedes in Deutschland zugelassene Auto muss versichert sein, sonst bekommt es keine Tüv-Plakette. Der Pflichtteil beinhaltet die so genannte Haftpflicht, die solche Schäden übernimmt, die Sie selbst mit Ihrem Fahrzeug verursachen. Damit sollen andere Verkehrsteilnehmer abgesichert werden, wenn ein Unfall entstanden ist. Die Haftpflichtversicherung, meist kurz als "Haftpflicht" abgekürzt, ist also obligatorisch.
Da es trotz dieses Gebots Autofahrer gibt, die ihr Auto nicht versichert haben oder mit abgelaufenem Tüv herumfahren, wurden inzwischen sogar spezielle Versicherungs-Extras aufgelegt, die auch Unfälle mit einem unversicherten Fahrzeug absichern. Dafür wird natürlich ein kleiner Aufpreis fällig. Generell bemisst sich die Haftpflicht zum einen nach der Fahrzeugklasse (Sportwagen, die häufiger verunfallen, sind zum Beispiel teurer als "Familienkutschen") und auch nach der Regionalklasse, also dem Wohnort. Zudem gibt es Rabatte, wenn man längere Zeit unfallfrei gefahren ist.
Der Unterschied zwischen Voll- und Teilkaskoversicherung
Obligatorisch ist also nur der Haftpflicht-Teil. Hinzu buchen können Sie verschiedene Kaskoversicherungen sowie zusätzlichen Unfall- oder Rechtsschutz. Wenn das Auto nagelneu ist, wird man es bei der Kfz-Versicherung sicher nicht bei der Haftpflicht belassen, sondern auch ein Vollkaskoversicherung hinzu nehmen. Finanziert eine Bank den Neuwagen, ist eine Vollkasko ohnehin Vorschrift. Je älter der Wagen wird, desto eher kann ein Besitzer darüber nachdenken, die Vollkasko- zugunsten einer Teilkasko-Versicherung auslaufen zu lassen.
Beide Kaskoversicherungen ersetzen Schäden am eigenen Fahrzeug, in der teureren Vollkasko in einem höheren Umfang als in der Teilkasko. Letztere ersetzt etwa Brandschäden, zahlt bei Glasbruch und Diebstahl, bei Schäden durch Stürme, Hagel und Blitz sowie durch Unfälle mit so genanntem Haarwild – typische Wildunfälle also. Die Vollkasko übernimmt darüber hinaus auch Vandalismusschäden sowie Defekte, die Kinder verursacht haben. Sie zahlt im Regelfall sogar dann, wenn man den Schaden nicht nur selbst herbeigeführt, sondern auch fahrlässig verursacht hat. Ausgeschlossen ist allerdings grobe Fahrlässigkeit wie etwa Fahren ab einer bestimmten Promillegrenze sowie Vorsatz.
Was eine Kfz-Versicherung noch beinhalten kann
Es gibt bei Autoversicherungen auch einige relativ sinnfreie Elemente, die man sich getrost sparen kann, etwa die Insassenunfallversicherung. Jede andere Unfallversicherung bietet diesen Schutz nämlich auch, jedenfalls in einem üblichen Maße, so dass man sich hier doppelt und dreifach versichern würde. Sinnvoll können bestimmte Rabatte für manche Personenkreise werden: etwa dann, wenn kein Fahrzeugführer unter 25 Jahren ist oder wenn das Auto nur vom Versicherungsnehmer und dessen Ehegatten gefahren wird. Zudem kann man über einen Verkehrsrechtsschutz nachdenken.
Ein Vergleich der verschiedenen Kfz-Versicherungen ist absolut sinnvoll, denn hier liegt ein hohes Sparpotenzial. Mittels eines Versicherungsrechners, etwa dem Vergleich für Kfz-Versicherungen auf Tarife.de, kann man sich sein eigenes Paket zusammenschnüren und den neuen Tarif im Regelfall auch gleich online abschließen.
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